Bio

Ergebnisse zu Pestiziden in der Luft

Was sind die neuesten Ergebnisse zu Pestiziden in der Luft von 2020?

Die Untersuchungen der TIEM-Pestizid-Studie über Pestizide in der Luft beziehen sich auf die Jahre 2014 bis 2019. In allen Untersuchungsjahren wurden Pestizide in der Luft nachgewiesen. Für das Jahr 2020 gibt es keine eigene Untersuchung. Aus den Untersuchungsergebnissen der vorhergegangenen Jahre lässt sich vermuten, dass auch im Jahr 2020 die Atemluft mit Pestiziden belastet ist.

Bio-Produkte nicht gespritzt

Wird bei Bio gespritzt?

Im Bio- bzw. Ökolandbau sind chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel nicht zugelassen. Der Pflanzenschutz erfolgt dort im wesentlichen durch den Aufbau gesunder Böden, die Auswahl widerstandsfähiger Sorten und Saaten, vielfältige Fruchtfolge und die Förderung von Nützlingen. Spritzmittel dürfen nur bei drohendem Ernteverlust eingesetzt werden und sind im wesentlichen auf leicht und rückstandslos abbaubare, natürliche Stoffe begrenzt.

Sind Pestizide notwendig?

Sind Pestizide notwendig um die Ernte zu sichern?

Die Pestizidhersteller empfehlen eine präventive Anwendung, um ertragreiche Ernten zu garantieren. Was unsere Böden aber robust und widerstandsfähig macht und hält, ist die Biodiversität, also die Vielfalt des Lebens. Diese entsteht durch Symbiosen von Pflanzen und Pilzen, welche im Wurzelraum siedeln oder durch Beikräuter, die verrotten und zu nährstoffreichem Hummus werden. In Dürrejahren sorgt dies in der Bio-Landwirtschaft nachweislich für eine 31% ertragreichere Ernte. Werden Erntepflanzen aber durch den Einsatz von Pestiziden bevorzugt, schadet dies im Umkehrschluss der Biodiversität und somit der langfristigen Sicherstellung der Ernte selbst.