Wie kann ich Heilpraktiker werden

Erstellt am 19.01.2024 aktualisiert am 19.01.2024
Timo Janisch
Timo Janisch
Fachkompetenz: Fachkompetenz

Um Heilpraktiker zu werden, sind in Deutschland bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Hierzu zählen eine bestandene Überprüfung durch das Gesundheitsamt sowie eine abgeschlossene Ausbildung oder eine ausreichende fachliche Qualifikation. Auch bei einer Ausbildung als Epigenetik-Coach erhält man ebenfalls ein umfangreiches Wissen rund um Gesundheit und Prävention, außerdem wird man Teil einer großen Community.

Traumberuf Heilpraktiker

Wie werde ich Heilpraktiker? – Diese Frage stellt sich vielen, die sich für Alternativmedizin interessieren. Viele von uns sind von den alternativen Heilmethoden, deren Wurzeln im Mittelalter – also lange bevor es die Schulmedizin überhaupt gab – liegen, fasziniert und möchten mehr darüber erfahren. Für den Heilpraktiker ist jede Erkrankung eine Störung des Gesamtsystems aus Körper, Geist und Seele und sein Ziel ist es, mit alternativen, oft Jahrtausende alten Heilmethoden aus der ganzen Welt das natürliche Gleichgewicht im menschlichen Körper wiederherzustellen und so Gesundheitsstörungen und auch Krankheiten ganzheitlich zu behandeln. Aber auch die Flexibilität und Unabhängigkeit, die sich einem als Heilpraktiker in seiner Berufsausübung bieten, machen diesen Beruf für viele eine erstrebenswerte Karriere.

Wer darf Heilpraktiker werden?

In Deutschland ist es nicht notwendig, eine bestimmte Ausbildung oder ein bestimmtes Studium abgeschlossen zu haben, um die Heilpraktikerprüfung ablegen zu dürfen. Jedoch gibt es einige Bedingungen, die erfüllt werden müssen, um zur Prüfung antreten zu dürfen. Voraussetzungen für die Prüfungsanmeldung sind:

  1.  Mindestalter: Abschluss des 25. Lebensjahres
  2.  Schulbildung: Eine abgeschlossene Schulbildung (mindestens ein Hauptschulabschluss)
  3.  Keine Vorstrafen: Ein unvorbelastetes polizeiliches Führungszeugnis
  4.  Gesundheitliche und geistige Eignung: Ein medizinisches Gesundheitszeugnis

Heilpraktiker werden ohne Ausbildung – geht das?

Eine formelle Ausbildung zum Heilpraktiker gibt es nicht und ist auch keine Voraussetzung für den Antritt zu der Heilpraktikerprüfung. Es gilt seit dem Jahr 1939 zwar das deutsche Heilpraktikergesetz, welches die Berufsbezeichnung Heilpraktiker/in schützt, hinsichtlich der Ausbildung macht es allerdings keine Vorgaben. Die Mehrheit der angehenden Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker absolviert jedoch eine Ausbildung an einer der zahlreichen privaten Heilpraktikerschulen. Dort werden unter anderem die menschliche Anatomie und Physiologie, als auch die allgemeine Krankheitslehre, Pharmakologie und Pathologie gelehrt. Auch verschiedenste Untersuchungstechniken eignen sich angehende Heilpraktiker in der Regel im Rahmen einer solchen Ausbildung an.

Wie schnell kann ich Heilpraktiker werden?

Die Ausbildungsdauer liegt, je nach Vorbildung, zwischen vier und 36 Monaten und kann in Vollzeit (für Berufsanfänger oder Themeneinsteiger), Teilzeit (berufsbegleitend, meist an Abenden oder Wochenenden) oder Fernkursen absolviert werden. Für Interessenten mit medizinischer Vorbildung, wie etwa Arzthelfer, Hebammen oder Masseure, gibt es auch spezielle Intensivkurse. Da es sich um eine private Ausbildung handelt, fallen für die Heilpraktikerausbildung jedoch Kosten von bis zu 11.000 Euro an und müssen selbst getragen werden. Es ist allerdings möglich, Fördergelder zu erhalten oder die Ausbildungskosten von der Steuer abzusetzen.

Die Heilpraktikerprüfung

Um dann als Heilpraktiker in Deutschland arbeiten zu dürfen, muss zunächst die Heilpraktikerprüfung beim zuständigen Gesundheitsamt erfolgreich absolviert werden. Diese staatliche Prüfung besteht aus einem schriftlichen (Multiple-Choice) und einem mündlichen Teil. Die Durchfallquote lag im Jahr 2017 jedoch bei 80 Prozent und fällt jedes Jahr mit zwischen 50 und 80 Prozent ähnlich hoch aus. Abgesehen von den Prüfungskosten, die sich je nach Land für beide Prüfungsabschnitte auf 300 bis 600 Euro belaufen, steht einer mehrmaligen Wiederholung der Prüfung jedoch nichts im Weg.

Alternative zum Heilpraktiker: Der Epigenetik-Coach

Wenn du dich für alternative Medizin und die menschliche Gesundheit interessierst, jedoch eine Alternative zu der klassischen Ausbildung zum Heilpraktiker suchst, könnte aber auch die Ausbildung zum Epigenetik-Coach interessant für dich sein. Ein Epigenetik-Coach ist ein professioneller Berater, der sich auf den Einfluss verschiedenster Umweltfaktoren auf unsere Gene und deren Auswirkungen auf unsere Gesundheit spezialisiert hat.

Was macht einen Epigenetik-Coach nun so besonders?

1.) Fokus auf die Ursachen statt auf die Symptome

Während die Ausbildung zum Heilpraktiker primär auf der Behandlung von Symptomen basiert, konzentriert sich die Ausbildung zum Epigenetik Coach auf die Ursachen von Erkrankungen. Epigenetik ist die Wissenschaft, die sich mit den Veränderungen in der Genexpression durch äußere Einflüsse beschäftigt. Solche epigenetischen Veränderungen können Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Epigenetik-Coaches untersuchen die Lebensweise, Umweltfaktoren und das Genom ihrer Klienten, um individuelle Behandlungspläne zu entwickeln, die auf die Ursachen von Erkrankungen abzielen.

2.) Ganzheitlicher Ansatz

Auch die Ausbildung zum Epigenetik-Coach vermittelt einen ganzheitlichen Ansatz zur Gesundheitsförderung. Die Ausbildung umfasst Themen wie Ernährung, Bewegung, Stressmanagement und Schlaf, um den Körper in einen Zustand der Gesundheit und des Wohlbefindens zu bringen. Epigenetik-Coaches berücksichtigen auch den emotionalen Zustand ihrer Klienten und können Coaching-Sitzungen anbieten, um beispielsweise mentale Blockaden und Ängste zu lösen.

3.) Anpassung an individuelle Bedürfnisse

Epigenetik-Coaches entwickeln individuelle Behandlungspläne, die auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Klienten zugeschnitten sind. Dies ist ein Vorteil gegenüber der Ausbildung zum Heilpraktiker, bei der oft Standardbehandlungen angewendet werden. Epigenetik-Coaches berücksichtigen auch die genetischen Unterschiede ihrer Klienten, um individuelle Empfehlungen zu geben. 

4.) Wissenschaftsbasiert

Die Ausbildung zum Epigenetik-Coach ist wissenschaftsbasiert und auf die neuesten Erkenntnisse der Epigenetik ausgerichtet. Epigenetische Forschungsergebnisse werden regelmäßig veröffentlicht, was es Epigenetik-Coaches ermöglicht, ihr Wissen auf dem neuesten Stand zu halten und ihre Methoden ständig zu aktualisieren. Demgegenüber basiert die Ausbildung zum Heilpraktiker größtenteils auf traditionellen Methoden.

Ein weiterer Vorteil der Ausbildung zum Epigenetik-Coach ist, dass sie in der Regel kürzer und kostengünstiger ist als die Ausbildung zum Heilpraktiker. Während eine Ausbildung zum Heilpraktiker oft mehrere Jahre dauert und hohe Kosten verursacht, dauert die Ausbildung zum Epigenetik-Coach in der Regel nur wenige Monate und ist wesentlich preiswerter.

Wenn du dich für einen ganzheitlichen und wissenschaftlich fundierten Ansatz zur Gesundheitsförderung interessierst, dann bietet eine Ausbildung zum Epigenetik-Coach also vielleicht auch für dich eine vielversprechende Alternative. Als Epigenetik-Coach kannst du deinen Klienten helfen, das volle Potential ihres genetischen Erbes auszuschöpfen, indem du mit ihnen daran arbeitest, den Einfluss ihrer Umweltfaktoren zu optimieren und so dazu beizutragen Erkrankungen und andere Gesundheitsprobleme nicht nur zu lindern, sondern auch die Entstehung überhaupt erst zu verhindern.

Die Welt braucht dich!

Die bahnbrechende Disziplin der Epigenetik zeigt uns, dass wir durch unsere Gedanken und Emotionen, unsere Lebensweise, Umgebung und Nahrung bis in die tiefsten Zellen und Gene Einfluss nehmen können. Entdecke die Möglichkeiten, deine Selbstheilungskräfte und die deiner Klienten nachhaltig zu stärken. Werde ein Teil der Bewegung, die das Potenzial unseres Körpers und Geistes voll ausschöpft.

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